Bittere Niederlage nach Overtime

Bis in die Verlängerung kämpften sich die acht Spieler von Trainer Stenke und mussten sich am Ende dann doch knapp einer Niederlage hingeben. Das 82:78 nach Verlängerung und tollem Kampf zeigt aber auch die Schwäche des EBC Rostock. Die fehlende Man-Power, um in letzter Instanz auch diese knappen Spiele zu gewinnen. Die sehr kleine Formation ohne wirklichen Centerspieler hatte ihre bestes gegeben und konnte mit erhobenen Hauptes die Heimreise antreten. Nach dieser Partie gastieren die Rostocker jetzt weiterhin auf dem 10. Platz der Tabelle und müssen weiter um den Klassenerhalt bangen.

Die Fahrt begann mit keinen guten Vorzeichen, denn das Team musste wieder kurzfristig auf einige Stammkräfte verzichten und so wurde das Ziel, die zwei Punkte einzufahren, nur zusätzlich erschwert. Die Aschersleben Tigers,die sich am Tag zuvor noch mit einem weiteren Aufbauspieler verstärkt hatten, traten in Bestbesetzung an und wollten unbedingt ihre Heimstärke unter beweis stellen. Das Team erreichte die Halle zwar mit leichter Verspätung, doch von Beginn an sahen die Zuschauer eine enge und hart umkämpfte Partie, die über weite Strecken von den Warnowstädtern bestimmt wurde.

Ein starkes Teamplay im Angriff und in der Verteidigung, gute Entscheidungen und die nötige Geduld hielten den EBC nicht nur im Spiel, sondern sorgten für eine Führung von bis zu 8 Punkten innerhalb der ersten zehn Spielminuten. Das erste Viertel endete mit 17:17 und auch zur Halbzeit stand es ausgeglichen 50.50.

Im dritten Spielabschnitt übernahmen die Gastgeber die Initiative, aber am Charakter des Spiels änderte dies nichts, denn schon mit Beginn des letzten Viertels verkürzte der EBC, glich aus und ging mit einer 4-Punkte-Führung in den letzten Abschnitt der regulären Spielzeit. In dieser Phase verletzte sich Sven Hellmann am Sprunggelenk, aber die Mannschaft verstand es, diesen Ausfall zu kompensieren und hielt den knappen Vorsprung.

In den letzten 120 Sekunden schafften es die Tigers mit einem Dreipunktewurf ihrer Neuverpflichtung, den Rückstand entscheidend zu verkürzen und nach kurzem Hin und Her sorgte ein Slam Dunk in letzter Sekunde für den Ausgleich und 5 Minuten Verlängerung. Wer nach diesem „emotionalen“ Ende erwartet hatte, dass dieses Spiel für die Hausherren jetzt zum Selbstläufer werden würde, irrte sich gewaltig, denn auch in den letzten Zügen behielten die Rostocker den Rhythmus bei und verschafften sich ein kleines Punktepolster.

In der entscheidenden Phase wurde es dann insgesamt hektisch und vielleicht sorgte gerade die Müdigkeit für einzelne Unkonzentriertheiten bei allen Beteiligten. Es kam, wie es nicht kommen musste und am Ende verloren der EBC Rostock knapp 82:72. Es war ein sehr gutes Spiel der Hanseaten, das am Ende nicht belohnt wurde und gerade nach dem letzen Duelle gegen Itzehoe ein deutlicher Fingerzeig an die Konkurrenz. Nach diesem Spieltag machen diese zwei Punkte den Unterschied zwischen Platz 7 und Platz 10 der Tabelle aus, lassen aber im Kampf um den Klassenerhalt auf alles offen.

Punkte EBC Rostock gegen Aschersleben:

Eric Bill (8), Jörn Galdirs (-), Sven Hellmann (21), Arne Ritter (7), Eric Lehmann (1), Florian Nuelken (11), Peter Maischak (25), Norman Holl (5)

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