Werden die Griffins die neuen Meister?

Doch der Weg dorthin war steinig. Die Virgin Guards aus Magdeburg zeigten sich vor ihrem Heimpublikum deutlich stärker als noch vor einigen Wochen in Rostock. So musste die Offense der Hansestädter das Spielfeld in ihrem ersten Drive auch wieder ohne Punkte verlassen. Die Defense machte es besser und brachte den Ball durch eine Interception von Ronny Schmidt umgehend wieder zurück. Und nun lief auch die Offense gewohnt hochtourig.

Angetrieben vom starken Quarterback Brandon Gantt, konnten noch in der ersten Halbzeit 35 Punkte auf die Anzeigetafel gebracht werden. Hervorzuheben ist hierbei der erste Saisontouchdown von Rookie Thilo Neubert, der auch schon zuvor durch einige sehenswerte Passfänge glänzen konnte. In der Verteidigung hingegen fehlte in der ersten Hälfte die nötige Konstanz. Die Spielpause der letzten Wochen zeigte sich vor allem durch mentale Aussetzer im defensiven Rückraum, wodurch die Virgin Guards zweimal zu Punkten kamen. Doch konnte die Rostocker Defense auch noch zwei mal den Ball erobern. Einmal durch eine Interception von Mahler, sowie durch einen knallharten Goallinestand, in dem ein Magedeburger Fumble (Ballverlust) erzwungen werden konnte. Mit 35-14 ging es in die Halbzeitpause.

KONSERVATIVE TAKTIK IN PHASE 2

Die zweite Hälfte begann dann gleich mit einem Schock. Im ersten Ballbesitz der Offense verletzte sich der Spielmacher der Greifen, Brandon Gantt, an der Schulter, so dass er für den Rest des Spieles nicht mehr aktiv werden konnte. Die Rostocker Coaches entschieden sich nun für eine konservative Taktik, setzen konsequent auf das Laufspiel und übergaben der Defense die Hauptverantwortung.

Souverän geführt von Quarterback Jens Putzier erkämpfte die Offense nun auch in der 2. Hälfte First Down um First Down und kontrollierte die Uhr. Nach einem sehenswerten 60 Yard Drive, Ende des 3. Viertels, wurden sie nur durch einen eigenen Fumble, an der gegnerischen 1- Yard Linie daran gehindert, selbst nochmal zu punkten. Die Defensive der Griffins hielt ihrerseits dem Druck stand und ließ den Angriff der Börderstädter in der zweiten Hälfte nicht in die Nähe ihrer Endzone.

Headcoach Kuhfeldt bilanzierte nach dem Arbeitssieg: „Die Mannschaft hat sich ihr Endspiel heute wirklich verdient. Man hat wieder gesehen, dass Footballspiele vor allem an der Linie gewonnen werden. Bei uns haben, heute, gerade in der zweiten Hälfte, O-und auch D-Line einen fanstatischen Job gemacht!“

Offensive Coordinator Antonio Guzzo:”Gott sei Dank ist die Verletzung von Brandon doch nicht so schlimm, wie wir zuerst befürchtet haben. Ich bin sehr stolz auf alle unsere Spieler, die Verantwortung übernommen haben, als es wirklich wichtig war.”

Griffins-Chef und Quarterback Jens Putzier meinte seinerseits: „Das war ein wichtiger Sieg. Vielen Dank an die mitgereisten Fans für ihre Unterstützung! Jetzt freuen wir uns alle auf unsere Endspiele!“

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