RFC bleibt in der Spur: 2:0 gegen Eintracht Schwerin

In einem zerfahrenen Auftakt neutralisierten sich über weite Strecken die Mittelfeldreihen beider Mannschaften und den ganz großen Fußball suchte man an diesem Nachmittag oft vergebens. Für das erste Ausrufezeichen in der Partie gegen den FC Eintracht Schwerin sorgte auf Rostocker Seite Lucyga. Doch sein Abschluß aus 12m auf die kurze Ecke wurde zu leichter Beute für FCE-Schlussmann Richert, der den verletzten Losereit ersetzte.

Die Gastgeber aus Rostock blieben in der ersten halben Stunde stets gefährlicher als die Eintracht, ließen die letzte Entschlossenheit jedoch vermissen. So rauschte auch ein Fernschuß von David Laudan wenig später knapp rechts am Tor vorbei. Der FCE hingegen blieb in seinen Bemühungen oftmals zu unpräzise und vor allem die hohe Fehlerquote im Mittelfeld wurde zum Killer für jeden Angriffsversuch. Da aber auch der RFC an diesem Tag wenig von seinen eigentlichen Qualitäten zeigte, waren die Zuschauer am Damerower Weg nicht unbedingt zu beneiden. Nachdem eine feine Einzelleistung von Wullwage genau so wenig den Weg ins Tor fand wie ein Freistoß aus dem Halbfeld von Eintracht-Akteur Radloff, ging es in die Pause.

 Diese war anscheinend auch bitter nötig, denn mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit entwickelte sich die Partie zu einem offenen Schlagabtausch mit klaren Vorteilen für den Rostocker FC. Robert Wullwage war es schließlich vorbehalten die passive und oftmals uninspirierte Spielweise der Schweriner zu bestrafen. Gleich gegen vier blaue-gelbe Fahnenstangen setzte sich Wullwage im Dribbling durch und vollendete sein tolles Solo mit einem platzierten Schuß in die linke Ecke zum 1:0 für den RFC (57.).

Eine Führung, die den Rostockern alles andere als gut tat, denn in der kommenden Viertelstunde spielte im Prinzip nur noch der FCE. Nachdem Andre Hildebrandt in der 59. Minute noch selbst mit einem Kopfball scheiterte, setzt er nur zwei Minuten später Hein glänzend in Szene. Dieser hatte nur noch RFC-Torwart Bochert vor sich, scheiterte aber ebenfalls mit einem verunglückten Heber. Im Anschluss machte es Looks bei der größten Chance zum Ausgleich auch nicht besser. Nach einer Ecke von Bernstein fand sich der Innenverteidiger plötzlich frei im Fünfmeterraum wieder, doch sein Schußversuch aus kurzer Distanz wurde zur Beute von Bochert (68.).

Drei dicke Chancen reichten den Gästen also nicht für den Ausgleich – so ist es wenig verwunderlich, dass man letztendlich mit leeren Händen den Heimweg antreten musste. Zwar scheiterte auch David Laudan zunächst für die Rostocker mit einem Flugkopfball aus 11m an FCE-Keeper Richert (78.), doch RFC-Sturmoldie Scholz besitzt da bekanntlich mehr Routine. Erst umkurvte er die gesamte Eintracht-Abwehr mit einem starken Solo, das letztlich noch unter höchster Not von Möller bereinigt wurde. Nur wenige Minuten später stand Scholz dann aber endgültig goldrichtig. Eine Eingabe von Laudan auf Kirschnik landete über Umwege letztendlich bei Scholz, der dankend den Ball über die Linie drückte und das Spiel so endgültig entschied (84.).

In einer spielerisch allenfalls durchschnittlichen Partie behielt schlußendlich das abgezocktere Team die Oberhand.

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