In Pinnow werden die Spuren des Krieges beseitigt

 

Pinnow ist ein Standort mit Geschichte. Dort wo vor dem zweiten Weltkrieg die Munitionsfabrik des deutschen Militärs errichtet wurde, steht heute ein Unternehmen, was vor allem mit der Beseitigung der historischen Spuren beschäftig ist.

Raketen, Munition, Minen, Handgranaten, Sprengkapseln – das alles sind die Spezialgebiete der Nammo Buck GmbH in Pinnow. Seit der deutsch-deutschen Wiedervereinigung wurde von dem Unternehmen all dieses und außerdem eine große Menge an Flugkörpern und pyrotechnischem Material unter anderem auch von der ehemaligen DDR-Armee sowie der Sowjetarmee demontiert, entmilitarisiert und anschließend entsorgt oder recycelt.

„Die Bundeswehr sorgt bei uns für eine gute Grundauslastung“, sagt Geschäftsführer Christoph Rüssel über das „harte Geschäft der Munitionsentsorgung“ in der Zeitung „Die Welt“.

Von den sicher gestellten Waffenresten werden verwertbare Bestandteile wie Aluminium, Kunststoff oder Stahl werden gesammelt und später dann an Recyclingunternehmen verkauft. „Das ist ein Teil unserer Einnahmen“, sagt Geschäftsführer Christoph Rüssel in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.

Rüssow leitet den größten deutschen Standort des norwegischen Rüstungs- und Munitionskonzerns Nammo. Die Skandinavier sind in Europa einer der führenden Anbieter im Spezialistengeschäft der Munitionsvernichtung.

Die kleine Stadt, die „Raketen-Pinnow“ genannt wird, ist durch ihre Historie für etliche Menschen ein „sicherer“ Arbeitsplatz geworden – und das, obwohl es hier immerhin um die Vernichtung von Streubomben geht.

Nammo hat es geschafft, die Hinterlassenschaften des Krieges in ein einträgliches Geschäft zu wandeln. Das danken nicht nur die zahlreichen Mitarbeiter sondern letzten Endes auch die Region, die nach und nach von Überresten des Militärs befreit wird.

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