Land drückt HMT Zielvorgaben auf

Morgen werden die Zielvereinbarungen des Bildungsministeriums mit den Hochschulen des Landes unterzeichnet. Die Verhandlungen mit der Rostocker Hochschule für Musik und Theater (HMT) sind gescheitert. Nun gibt es für die HMT statt einer Zielvereinbarung eine Zielvorgabe.

ALTSTADT. Morgen wird der Rektor der Hochschule für Musik und Theater (HMT), Professor Christfried Göckeritz, die Zielvereinbarungen mit dem Bildungsministerium nicht unterzeichnen. Die Verhandlungen gelten als gescheitert.

Dennoch wird ein Vertrag für die Zeitraum 2011 bis 2015 mit den anderen Hochschulen des Landes beschlossen. Für die HMT soll nun eine Zielvorgabe erlassen werden, die morgen dem Kabinett vorliegt.

HMT-Sprecherin Angelika Thönes: »Wir fühlen uns weiter im Verhandlungsgespräch und sind sehr verwundert über die Mitteilung des Bildungsministeriums.«

Die Zielvereinbarungen legen die Grundlage für die weitere Entwicklung der Hochschulen des Landes für 2011 bis 2015 fest. Schwerpunkt für den nächsten Zeitraum sind die weitere Qualifizierung der Lehrerbildung und der Ausbau der Gesundheitswissenschaft.

Das Ministerium teilt dazu mit: »Dieser Schwerpunktsetzung des Landes und damit verbunden Stellen- und Mittelzuweisungen im Hochschulkorridor wollte sich die HMT nicht anschließen. Trotz umfassender Verhandlungen und erneuter Angebote des Landes wurde keine Einigung für eine Zielvereinbarung erreicht.« Das Land sieht den Ausbau der HMT strukturell als abgeschlossen an. Da mit der HMT keine Zielvereinbarung erreicht werden konnte, werde eine Zielvorgabe des Landes erlassen, die morgen dem Kabinett vorgelegt wird.

Update (11. Januar):
Wie die Hochschule für Musik und Theater Rostock jetzt mitteilte, wurde nun doch die Zielvereinbarungen mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V für den Zeitraum 2011  bis 2015 unterzeichnet. Wir werden Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Matthias Bannert ist Gründer und Herausgeber vom ROSTOCKER JOURNAL. Er lebt und arbeitet inzwischen in Berlin, wo er an weiteren Medienprojekten arbeitet.

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