Neues IT- und Medienzentrum eingeweiht

SÜDSTADT. Gestern wurde das neue IT- und Medienzentrum der Universität Rostock eingeweiht. Namenspate für das neue Gebäude in der Südstadt ist Konrad Zuse, der Erfinder des ersten funktionsfähigen Computers.

Rostock ist um ein Gebäude reicher. Der Neubau des Instituts für Informatik mit Rechenzentrum und Audiovisuellem Medienzentrum Universität Rostock, das Konrad-Zuse-Haus, wurde gestern eingeweiht. Im Rahmen der Eröffnung erfolgte auch die Namensgebung des Gebäudes durch Prof. Dr. Horst Zuse, Sohn des Erfinders und Unternehmers Konrad Zuse.

»Es ist unglaublich, dass in so kurzer Zeit solch ein tolles Gebäude entstanden ist«, lobte Rektor Prof. Dr. Wolfgang Schareck. In nur guten zwei Jahren wurde das moderne Gebäude mit Glasdach gebaut. Doch neben dem ansprechenden Äußeren hat das neue IT- und Medienzentrum auch noch ein durchdachtes Energiekonzept zu bieten. So kühlen die Rechner das Gebäude im Sommer, in den Wintermonaten heizen sie es. Zudem dient das verglaste Atrium nicht nur als Aufenthaltsort, sondern auch als Klimapuffer. Diese und weitere moderne Energiekonzepte machen den vierstöckigen Neubau zu einem heiztechnisch weitgehend autarken Gebäude.

Rund 21 Millionen Euro ließen sich die Verantwortlichen das Bauprojekt kosten. »Wir haben hier die modernste Uni des Landes«, so Bauminister Volker Schlotmann. Es freue ihn auch, dass der Großteil der Bauaufträge an Unternehmen aus dem Land ging. »So werden Arbeitsplätze geschaffen und erhalten.« Von 2012 bis 2014 sollen weitere 142 Millionen Euro in Baumaßnahmen der Uni Rostock investiert werden.

Der Namenspate des Gebäudes, Konrad Zuse, war deutscher Bauingenieur, Erfinder und Unternehmer. Er baute 1941 die erste frei programmierbare Rechenmaschine der Welt, die auf dem binären Zahlensystem beruht. Diese wird heut allgemein als erster funktionsfähiger Computer anerkannt. Konrad Zuse war also ein Pionier der Informatik. Aber auch ein Bezug zwischen ihm und der Universität Rostock ist herzustellen: So besuchte er 1985 Rostock und hielt einen Vortrag an der Uni. Das waren für alle Beteiligten genug Gründe, das neue Zentrum nach ihm zu benennen.

Wissenschaftsminister Henry Tesch war der Meinung, nun solle man zügig weiterbauen und so die Bauunterhaltung fortführen. Das wird auch geschehen, denn das IT- und Medienzentrum war erst der Anfang. Zusätzlich wird auf dem Südstadtcampus der Neubau des Instituts für Physik mit Forschungs- und Hörsaalgebäude sowie der Neubau des Forschungsgebäudes der Profillinie Leben, Licht & Materie gebaut. Auch der Neubau einer experimentellen Verfügungsfläche für die Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik soll fertig gestellt werden. Ferner geplant ist ein Erweiterungsbau des Instituts für Chemie.

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