Nach der Praktiker-Pleite: So geht es mit dem Rostocker Baumarkt weiter

Hagebau, ein Verbund von mehr als 300 Groß- und Einzelhändlern, bewerkstelligt ein eigenes Wachstum durch die misslungenen Rettungsbemühungen des Baumarktkonzerns Praktiker. Auch der Schwesterkonzern Max Bahr ist davon betroffen.

Durch den Aufkauf verschiedener Filialen werden die Kapazitäten von Hagebau nun erweitert und eine deutliche Steigerung der jährlichen Gewinne angestrebt. Seit dem Gründungsjahr 1964 konnte Hagebau bereits etwa 1.600 Standorte in Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz etablieren – nun sollen insgesamt 16 weitere Märkte in Deutschland und Luxemburg folgen.

Aufkauf von Praktiker- und Max-Bahr-Filialen

Das weitreichende Sortiment des Verbundes – bestehend aus Baustoffen, Holz, Fliesen und Gartenzubehör – konnte man bis vor kurzem eben so gut noch in Praktiker-Märkten sowie in den Filialen von Max Bahr erhalten. Doch diese Ära fand ein abruptes Ende, als Praktiker die Insolvenz einleitete.

Jegliche Versuche diesen mittelständischen Baumarkt erhalten zu können scheiterten kläglich, sodass auch Max Bahr, zugehörig zur Dachmarke Praktiker, auf das eigene Ende zuschritt. Die Regale sind artikelfrei, die Räumlichkeiten menschenleer.

Doch dies soll kein Dauerzustand werden. So übernimmt Hagebau 16 Immobilien der vorgenannten Unternehmen und strebt so eine Steigerung des eigenen Verkaufsvolumens an, während der aktuelle Umsatz bereits mehr als zwölf Milliarden Euro pro Jahr beträgt.

Ziel wird es sein, Wachstumspotenziale zu nutzen und die Flächendeckung auf der Landkarte weiter auszubauen. „Durch die neuen Märkte werden wir aller Voraussicht nach ein zusätzliches Verkaufsvolumen von 100 Millionen Euro erreichen, wenn nicht sogar übertreffen“, sagte Geschäftsführer Heribert Gondert.

Zu den erworbenen Filialen der Hagebau-Gesellschafter zählen die Max-Bahr-Filialen in Rostock, Neumünster, Lübeck Lohmühle sowie die Hamburger Standorte Altona, Rahlstedt, Winterhude und den Bürostandort Hammer Steindamm (Max Bahr) und zudem die ehemaligen Praktiker-Märkte in Dachau, Pfarrkirchen, Deggendorf, Brandenburg, Stade und Rheinberg sowie drei batiself-Märkte in Luxemburg.

Durch das nahezu identische Sortiment bietet sich diese Expansion für den Verbund an. Auch über weitere Übernahmen brachliegender Filialen wird weiter mit den Insolvenzvertretern verhandelt.

Rostocker Filiale wird unter anderem Namen weiter erhalten bleiben

Hagebau übernimmt die Max Bahr-Filiale in Rostock. Diese soll bald in neuem Glanz und unter neuem Namen wieder aufleben. So gewinnt der Verbund Hagebau auch diesen begehrten Standort für sich. Die knapp 203.000 Einwohner dürfen also zumindest beruhigt aufatmen, wenn es um ihren handwerklichen Einkauf und ihren Bedarf an Artikeln für Haus und Garten sowie Tierbedarf geht.

Wann jedoch die Neueröffnung stattfinden soll, ist zum heutigen Zeitpunkt noch unbekannt – man darf also gespannt sein.

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