Schluss! Minister Brodkorb stoppt peinliche Snowden-Posse der Uni Rostock

Edward Snowden. Foto: CC-BY-SA Laura Poitras / Praxis Films - Screenshot of the film Prism by Praxis Films

Edward Snowden. Foto: CC-BY-SA Laura Poitras / Praxis Films – Screenshot of the film Prism by Praxis Films

Endlich hat die monatelange Posse um die Ehrendoktorwürde für Edward Snowden ein Ende! Nachdem die Philosophische Fakultät der Universität Rostock im April beschlossen hatte, dem Whistleblower die Ehrendoktorwürde zu verleihen, kassierte Rektor Prof. Wolfgang Schareck die Entscheidung (das ROSTOCKER JOURNAL berichtete.)

Nun kommt das Aus von höchster Stelle: Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) hat die Verleihung des Titels endgültig abgelehnt. Die Begründung: Für diese Auszeichnung fehle der Rostocker Universität die Rechtsgrundlage, teilte das Ministerium mit.

Im Mai musste Rektor Schareck über die Rechtmäßigkeit des Verfahrens entscheiden und hatte Zweifel bei der für die Ehrendoktorwürde notwendigen wissenschaftlichen Leistungen Snowdens.  Er übersandte den Vorgang an das Bildungsministerium zur abschließenden Entscheidung im Rahmen der Rechtsaufsicht.

Eine intensive Rechtsprüfung durch das Ministerium habe ergeben, dass die Beanstandung des Rektors der Universität Rostock auf der Grundlage des geltenden Landeshochschulgesetzes Mecklenburg-Vorpommern zu Recht erfolgte, teilte das Ministerum mit.

Bildungsminister Mathias Brodkorb:

„Es ist unbestreitbar, dass das Handeln Edward Snowdens nicht nur ein hohes Maß an Courage erfordert, sondern auch unser Wissen über geheimdienstliche Tätigkeiten stark verändert hat. Gerade in einer sich zunehmend digitalisierenden Welt hat das Handeln Edward Snowdens daher erhebliche Auswirkungen – auch auf die Wissenschaft. Das Landeshochschulgesetz Mecklenburg-Vorpommerns, das allein Rechtsgrundlage für die Vergabe einer Ehrenpromotion sein kann, fordert jedoch, dass der zu Ehrende selbst ‚besondere wissenschaftliche Leistungen‘ erbracht haben muss.“

 

Alan Bancroft arbeitete bei verschiedenen Boulevardzeitungen bis er im Juli 2013 zum ROSTOCKER JOURNAL wechselte. Seine Themen: Politik, Kriminalgeschichten, Investigatives – und ab und zu unterhaltsame Storys.

2 Comments

  1. Dr.Roswita Katscher

    5. September 2014 um 13:31

    Peinlich ist lediglich, dass ausgerechnet Herr Brodkorb, der schon mehrfach durch „Super-Ideen“ aufgefallen ist, das Verfahren stoppen kann. Tja, da hatte doch unser Bundespräsident wirklich Glück, dass in Rostock nicht immer solche Ansprüche an die wissenschaftliche Leistung bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde gestellt wurden.

    Wahrscheinlich wird es Herrn Snowden so ergehen, wie seinerzeit in Deutschland den Geschwistern Scholl: Verurteilen und hinrichten, und irgendwann in ferner Zukunft scheinheilige Betroffenheit heucheln und ein Monument in einer Gedenkstätte aufstellen…

  2. Paul Katscher

    6. September 2014 um 01:28

    Mama, du sollst doch Pseudonyme verwenden! Jetzt bist du bestimmt auch auf irgend einer Liste!

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