NPD-Anhänger bei unangemeldeter Gegen-Demo mit Eiern beworfen

NPD-Anhänger wurde in Rostock mit Eiern beworfen. Foto: JOHANNES SAALFELD

Für Freitag, 26. Juli, hatte die NPD eine Versammlung unter freiem Himmel für die Zeit von 13 bis 14:30 Uhr auf dem Neuen Markt angemeldet. Doch sie waren nicht allein: 250 Gegendemonstranten nutzten die Gelegenheit, ihren Unmut gegen die Partei zu äußern.

DOCH DIE GEGEN-DEMO WAR NICHT ANGEMELDET!

Aus der Deckungsmasse der 250 Gegendemonstranten heraus wurden die NPD-Demonstranten mit Eiern, Tomaten und Apfelsinen beworfen. Zwei NPD-Anhänger wurden dabei verletzt.

Mit offensichtlicher Schadenfreude kommentiert Landtagsabgeordneter Johannes Saalfeld (Grüne) das Geschehen und bezeichnet dabei NPD-Chef Udo Pastörs als „Volksverhetzer“:

Der Polizei gelang es zwar, die Gegendemonstranten auf Distanz zu zur angemeldeten Versammlung zu halten. Allerdings konnte nur ein Straftäter identifiziert und vorläufig festgenommen werden.

Die NPD, die mit Hetzparolen gegen das deutsch Asylrecht Stimmung machte, musste aufgrund der massiven Störungen ihre Versammlung vorzeitig beenden und verließ unter Polizeischutz den Versammlungsort. Die Polizei war mit insgesamt 44 Beamten im Einsatz.

Es wurden Anzeigen wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung sowie wegen der Durchführung einer nicht angemeldeten Versammlung aufgenommen.

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9 Comments

  1. Flo

    27. Juli 2013 um 11:00

    Warum „Volksverhetzer“ in Anführungszeichen? Er ist mehrfach dafür verurteilt worden, also kann man ihn definitiv so bezeichnen.

    Und was ist so schlimm daran, dass die Gegendemo nicht angemeldet war? (oder warum schriebt ihr das ausschlißlich in Großbuchstaben, wie bei schlechten BILD-Artikeln?) Es herrscht ein Grundrecht. Das nennt sich Demonstrationsfreiheit.

    • Redaktion

      27. Juli 2013 um 11:38

      Fragen Sie das bitte die Polizei, die hat schließlich die Anzeige wegen Durchführung einer nicht angemeldeten Versammlung aufgenommen.

      • Flo

        27. Juli 2013 um 11:43

        Polizei hat das nicht in ausschließlich Großbuchstaben veröffentlicht. Die Antwort seid ihr mir also schuldig…

        • Redaktion

          27. Juli 2013 um 14:57

          Das ist ja auch kein Polizeitext sondern unserer. Textformatierungen sind einfache Designelemente und dienen zur inhaltichen Hervorhebung und zur besseren Lesbarkeit.

  2. Tobias

    27. Juli 2013 um 12:20

    Liebe Redaktion,

    mir fällt es etwas schwer, euch als solche zu bezeichnen, da die journalistische Qualität dieses und anderer Artikel nicht leicht auszumachen ist. Ihr übernehmt Polizeimeldungen, ohne sie kritisch und auch aus anderer Perspektive zu hinterfragen. Der Aspekt der Gegen-Demo (eine solche war es nicht, in Antssprache lautet die Bezeichnung Kundgebung, wenn sie stationär ist!) ist schwer zu beweisen, denn eine solche ist in aller Regel organisiert, geleitet und hat auch einen Versammlungsleiter. All diese Punkte waren gestern meines Wissens nach nicht gegeben und damit trifft es wohl eher die Form eines lauten Bürgerprotestes, dem sich verschiedene Organisationen, Parteien und Gruppen angeschlossen haben. Bitte mehr Sorgfalt walten lassen und nicht bedingungs- und gedankenlos einfach fremde Positionen übernehmen. Danke!

  3. Clemens

    28. Juli 2013 um 09:45

    Ein ganz trauriger Artikel Eurer Redaktion. Offensichtlich bedauert Ihr, dass nur ein „Straftäter“ aus den Reihen der Anti-NPDler festgenommen wurde. Vielleicht könntet Ihr mal darüber nachdenken, dass der Aspekt der „Nichtanmeldung“ in Eurem Artikel ein wenig überbetont ist, angesichts einer Partei, die mit dieser Tour den Hass gegen Asylbewerber schürt (nicht nur gegen das Asylrecht, wie es in dem Artikel verharmlosend heißt). Man kann ja gern diskutieren, ob solche Wurfaktionen hilfreich sind, aber die NPD hier als Opfer des ungeheuerlichen Vorgangs einer unangemeldeten Unmutsbekundung zu stilisieren, finde ich ziemlich daneben. Es dürfte ruhig ein wenig klarer zum Ausdruck kommen, dass es sich bei den braven Anmeldern um Faschisten handelt, deren Akteure (Petereit usw.) sich offen zum Nationalsozialismus bekennen.

    • Ballo

      17. August 2013 um 00:42

      und wo bitte ist jetzt bei freier Meinungsäusserung das Problem Du kleiner Diktator?

  4. Pingback: Opa Kurt: Die Asyltour der NPD – Entschuldigung, du Ei!

  5. Pingback: Flaschenpost: Moin, liebe Demokraten | ROSTOCKER JOURNAL

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